Dynastische Eheverträge der Frühen Neuzeit
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Ehevertrag Nr. 218: Braunschweig-Calenberg-Göttingen - Brandenburg

  • Datum der Vertragsschließung: 26. Februar 1525
  • Ort der Vertragsschließung: s. l.

Bräutigam

  • Name: Erich I. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen
  • GND: 116562498
  • Geburtsjahr: 1470
  • Sterbejahr: 1540
  • Dynastie: Welfen (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)
  • Konfession: katholisch

Braut

  • Name: Elisabeth von Brandenburg
  • GND: 118688626
  • Geburtsjahr: 1510
  • Sterbejahr: 1558
  • Dynastie: Hohenzollern (Brandenburg)
  • Konfession: katholisch

Akteure des Bräutigams

  • Name: Erich I. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen
  • GND: 116562498
  • Dynastie: Welfen (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)
  • Verhältnis: /

Akteure der Braut

  • Name: Joachim I. Nestor von Brandenburg
  • GND: 119214644
  • Dynastie: Hohenzollern (Brandenburg)
  • Verhältnis: Vater

Vertragsinhalt

Artikel 1 (fol. 77v): Ehe vereinbart

Artikel 2 (fol. 77v): Einverständnis der Verwandtschaft und Dispens des Papstes vor den Beilager einzuholen, Dispens auf Kosten des Brautvaters

Artikel 3 (fol. 77v-78r): Über 20.000 Gulden der Mitgift werden nach Beilager gezahlt, Quittung gefördert

Artikel 4 (fol. 78r): Braut wird mit Kleidern und Silbergeschirr ausgestattet, Aussteuer erwähnt, Überführung der Braut erwähnt

Artikel 5 (fol. 78r-78v): Widerlage beträgt 20.000 Gulden, Leibgedinge geregelt, Schloss Kalenberg mit zugehörigen Ländereien und Nutzungsrechten als Leibgedinge zugespochen, Braut erhält jährlich 4.000 Gulden, Fischereirechte

Artikel 6 (fol. 78v-79r): Amtleute und Untertanen auf dem Leibgedinge müssen einen Eid schwören

Artikel 7 (fol. 79r): Vererbung der Widerlage geregelt

Artikel 8 (fol. 79r): Verschreibungsbrief erwähnt

Artikel 9 (fol. 79r): Regelungen bezüglich der Amtleute auf als Leibgedinge festgelegtem Gut

Artikel 10 (fol. 79r-79v): Regelungen, falls Zusagen wie Leibgedinge und Morgengabe nicht (in vollem Umfang) eingehalten werden können, Erben des Fürstentums des Bräutigams werden zur Begleichung der Zahlungen verpflichtet, Braut erbt Teil der Ländereien (?)

Artikel 11 (fol. 79v-80r): Leibgedinge soll nach dem Beilager durch Räte des Brautvaters besichtigt werden

Artikel 12 (fol. 79v- 80r): Morgengabe beträgt 1.000 Gulden

Artikel 13 (fol. 80r-80v): Braut verzichtet auf ihr väterliches, mütterliches und brüderliches Erbe, sie erbt nur einen Anteil daran, wenn alle anderen männlichen Leibeserben ohne Erben versterben

Artikel 14 (fol. 80v-81r): Wenn die Braut verstirbt und keine Leibeserben aus Ehe vorhanden, sollen Schmuck, Silber, Kleinodien und Kleider, die die Braut anlässlich der Ehe erhalten hat, schriftlich erfasst werden, Gegenstände dürfen Zeit seines Lebens von dem Bräutigam genutzt werden, nach Tod des Bräutigams Rückgabe an väterliche Linie der Braut

Artikel 15 (81r-81v): Erbhuldigung, Erbrechtliche Regelungen, Vererbung von Widerlage und Mitgift, Schlössern, Gütern, wenn Leibeserben aus Ehe vorhanden sind

Artikel 16 (fol. 81v): Vererbung (des Heiratsgutes etc.) an die Leibeserben aus der Ehe und deren Leibeserben geregelt

Artikel 17 (fol. 82r-82v): Wenn die Braut nach dem Tod des Bräutigams erneut heiratet, kann das Leibgedinge mit 20.000 Gulden der Mitgift und 20.000 Gulden Widerlage abgelöst werden, Abtretung geregelt, Regelungen bezüglich der Amtleute, Lehnsmänner, Vögte und Untertanen

Artikel 18 (fol. 82v): Versicherung, Bürgschaft, Verschreibung über Besitz des Bräutigams über die 40.000 Gulden, Vererbung geregelt; ohne vorhandene Leibeserben aus der Ehe, fallen 20.000 Gulden nach Tod der Braut zurück an die väterliche Linie der Braut

Artikel 19 (fol. 82v-83r): Vererbung der Morgengabe geregelt, soll bei Bräutigam bleiben

Artikel 20 (fol. 83r): Bestätigung über Wittum und Morgengabe verlangt, Kaiser erwähnt

Artikel 21 (fol. 83r): Braut ist für keinerlei Schulden des Bräutigams verantwortlich; Besitz der Braut kann nicht gepfändet werden

Artikel 22 (fol. 83r-83v): Witwengüter dürfen weder verkauft noch versetzt werden; wenn Leibgedinge nicht benötigt wird, kann der Bräutigam diese Ländereien als Lehen vergeben, Regelungen hierzu, Schäden an den Gütern sollen ausgebessert und bezahlt werden

Artikel 23 (fol. 83v): Steuerliche Regelungen bezüglich Wittums, Leibgedinge, Morgengabe

Artikel 24 (fol. 84r-85r): Änderung der Bestimmungen über das Beilager, Ausstattung erwähnt, Mitgift, Widerlage, „hinderstelliges“ Ehegeld erwähnt, Datum festgelegt, weitere finanzielle Regelungen zur Zahlung

Artikel 25 (fol. 85r): Überführung der Braut geregelt, finanzielle Regelungen hierfür

Artikel 26 (fol. 85r): Zahlung des Ehegelds geregelt

Artikel 27 (fol. 85v-87r): Erbverzichtsbrief der Braut, Erbverzicht auf alles väterliche, mütterliche und brüderliche Erbe, mit Einverständnis des Bräutigams, Ansprüche für alle Zeit ausgeschlossen; Erbfall der Braut tritt nur ein, wenn alle männlichen Leibeserben des Brautvater und er selbst vorher versterben

Artikel 28 (fol. 88r): 2.000 Gulden zugesagt, Quittung benötigt, 500 Gulden zugesagt, Quittung benötigt, weitere Zahlungsvereinbarungen, Aussteuer

Artikel 29 (fol. 88v-89r): Quittung des Bräutigams über 7.000 Gulden (von insgesamt 20.000 Gulden)

Artikel 30 (fol. 89v): Quittung des Bräutigams über 26.000 Gulden, Kleider und Kleinodien, Schmuck, Silbergeschirr

Artikel 31 (fol. 116r-119r): Leibgeding-Brief der Braut, Finanzielle Bestimmungen, Nutzungsrechte des Leibgedinges, Ritterschaft und deren Aufgaben erwähnt, Regelungen bezüglich der Amtleute

Erbrechtliche Regelungen

Artikel 7 (fol. 79r): Vererbung der Widerlage geregelt

Artikel 10 (fol. 79r-79v): Regelungen, falls Zusagen wie Leibgedinge und Morgengabe nicht (in vollem Umfang) eingehalten werden können, Erben des Fürstentums des Bräutigams werden zur Begleichung der Zahlungen verpflichtet, Braut erbt Teil der Ländereien (?)

Artikel 13 (fol. 80r-80v): Braut verzichtet auf ihr väterliches, mütterliches und brüderliches Erbe, sie erbt nur einen Anteil daran, wenn alle anderen männlichen Leibeserben ohne Erben versterben

Artikel 14 (fol. 80v-81r): Wenn die Braut verstirbt und keine Leibeserben aus Ehe vorhanden, sollen Schmuck, Silber, Kleinodien und Kleider, die die Braut anlässlich der Ehe erhalten hat, schriftlich erfasst werden, Gegenstände dürfen Zeit seines Lebens von dem Bräutigam genutzt werden, nach Tod des Bräutigams Rückgabe an väterliche Linie der Braut

Artikel 15 (81r-81v): Erbhuldigung, Erbrechtliche Regelungen, Vererbung von Widerlage und Mitgift, Schlössern, Gütern, wenn Leibeserben aus Ehe vorhanden sind

Artikel 16 (fol. 81v): Vererbung (des Heiratsgutes etc.) an die Leibeserben aus der Ehe und deren Leibeserben geregelt

Artikel 18 (fol. 82v): Versicherung, Bürgschaft, Verschreibung über Besitz des Bräutigams über die 40.000 Gulden, Vererbung geregelt; ohne vorhandene Leibeserben aus der Ehe, fallen die 20.000 Gulden nach dem Tod der Braut zurück an die väterliche Linie der Braut

Artikel 19 (fol. 82v-83r): Vererbung der Morgengabe geregelt, soll bei Bräutigam bleiben

Artikel 28 (fol. 85v): Erbverzichtsbrief der Braut

Externe Instanzen beteiligt

Artikel 2 (fol. 77v): Einverständnis der Verwandtschaft und Dispens des Papstes vor den Beilager einzuholen, Dispens auf Kosten des Brautvaters

Artikel 21 (fol. 83r): Bestätigung über Wittum und Morgengabe verlangt, Kaiser erwähnt

Ratifikationen, Bestätigungen, Genehmigungen

Artikel 2 (fol. 77v): Einverständnis der Verwandtschaft und Dispens des Papstes vor den Beilager einzuholen

Kommentar

Artikel des Originalvertrages nicht nummeriert; Regest umfasst zusätzliche, unmittelbar auf Vertrag bezogene Dokumente.

Nachweise

  • Archivexemplar: GStA, I. HA Rep. 78, Nr. 24, fol. 76r – 84r; geänderter Vertrag bzgl. Beilager 20 Februar 1525 ebd. Fol. 84r – 85v 72r-73v, 76r-89v, 91r-94v, 116r-119r
  • Vertragssprache Archivexemplar: Deutsch
  • Digitalisat Archivexemplar: https://archivdatenbank.gsta.spk-berlin.de/midosasearch-gsta/MidosaSEARCH/i_ha_rep_78_und_78_a/index.htm?kid=GStA_i_ha_rep_78_und_78_a_8&uid=GStA_i_ha_rep_78_und_78_a_I_HA_Rep_78_Nr_24

Empfohlene Zitation

Dynastische Eheverträge der frühen Neuzeit. Vertrag Nr. 218. Philipps-Universität Marburg. Online verfügbar unter https://dynastische-ehevertraege.online.uni-marburg.de/vertraege/218.html.

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